Wusstest Du, dass viele Menschen über 10 000 Dinge besitzen. Das meiste davon sind Kompensations- oder Fehlkäufe.

In meiner Familie wurde schon immer viel geräumt, ausmistet, umgestellt aber auch gesammelt.

Ich kenne buchstäblich beide Seiten der Medaille. Die Sammlerei sowie das Einfache Leben.

Mein Vater sammelt gerne, hat eine Vorliebe für Antiquitäten.

Meine Mutter mag Schönes und braucht immer wieder mal eine Veränderung im Wohnraum.

Genau diese zwei Eigenschaften trage ich in meinem Herzen.

Es geht nicht darum das eine gegen das andere auszuspielen, sondern aus dem Herzen heraus zu wissen, wann welche Stärke gefragt ist.

Jetzt Ordnung schaffen

Wie und wo beginnen?

Natürlich am Anfang.

Nicht im Kopf, sondern aus dem Bauch heraus.

Das Leben schenkt Dir viele Gelegenheiten neu zu beginnen.

In meinem Fall begann die letzte Entsorgungswelle durch eine einfache Frage meiner Mutter: «Selina, was machen wir mit Deinen alten Barbie Puppen».

Ich konnte sofort reagieren. Meine Bauchstimme sagte: Ja, ich will.

Die Welle erfasste mich. Aus 8 Barbie Puppen entstand eine Monster-Entsorgung.

Kaum zu glauben, aber der Estrich meines Elternhauses ist nun leergeräumt.

Was macht das Aussortieren mit Deiner Psyche?

Sehr viel.

Darf ich Dir von meiner Erfahrung berichten?

Zuerst dachte ich: «alles super easy – das mache ich doch mit links!»

Als ich dann jedoch hoch oben auf dem Estrich stand, inmitten vieler alter Bücher, Kuscheltiere, fluoreszierenden Leuchtwürmchen und Hanni und Nanni Kassetten, wurde es mir fast schwindelig.

Puh. Da war die Energie der Vergangenheit.

Viele schöne Erinnerungen.

Vieles was längst entsorgt hätte werden sollen!

Wie konnte es passieren, dass ich im Alter von 43 Jahren inmitten meiner Kindheit stehe?

Mein Verstand ist mit der wiederholenden Entscheidung überfordert. Ja, Nein, Vielleicht!

Ja ich gebe es zu. Nichts easy! Ausmisten ist Schwerstarbeit und soll bitte nie unterschätzt werden.

Ein Gefühl von Wegrennen versus ein tiefes Wissen.

Jetzt ist der richtige Moment, mich dieser Herausforderung hinzugeben. Alles oder Nichts.

Nun, da die Entrümpelung vorüber ist. ich alles entsorgt habe, fühle ich mich im Kopf ausgeglichen – erleichtert.

Welche Entsorgungsideen führen zu einem Einfachen Leben?

Ob online oder offline Flohmarkt, Austauschpartys unter Freunden, Entsorgungsstelle, Brockenstube, Tauschhäuschen oder die Abgabestelle des Wohn- und Behindertenheims.

Es gibt immer einen Ort, wo Deine Altlasten eine neue Heimat finden. Erstelle Dir ein Konzept.

Überprüfe was sich für Dich stimmig anfühlt.

Minimalismus Challenge

Körperlich motiviert, emotional ausgeglichen und geistig stark.

Am Anfang meiner Minimalismus Challenge war dies wohl nicht ganz so (mein Körper erlebte viel Anspannung, Gefühle meldeten sich wellenförmig und mein Kopf war blockiert, überfordert und verkrampft).

Es braucht Mut, genauer hinzuschauen.

Gefühle Deines Inneren Kindes können hochkommen, Du als erwachsenes Ich darfst lernen auszuhalten und geduldig sein.

Schenkt Dir «Ordnung schaffen» Geld?

Wenn Du Geld mit Energie gleichsetzt, dann wirst Du bemerken, dass Ordnung schaffen zu mehr Geld führt.

Warum?

Weil das Ausmisten Dein Bewusstsein verfeinert. Du kannst eigene Muster erkennen und somit transformieren.

Wenn wir Altes loslassen, bewegen wir uns ganz bewusst ins Hier und Jetzt.

Wir werden uns gewahr, wer wir sind, was wir brauchen und wohin wir wollen.

Materieller Check up

Setz Dich einmal im Jahr mit Dir und Deinem Hab und Gut bewusst auseinander.

Unterstelle Dich einem materiellen Check up.

Eine solche prophylaktische Untersuchung spart Geld und schenkt Dir viel Energie.

Wie geht es nach dem Ausmisten weiter?

Ich weiss jetzt genau, dass ich ein „Einfaches Leben“ anstrebe.

Weniger Dinge = mehr Zeit.

Darum geht es:

Wenn Räume einfach unterhalten sind, braucht es weniger Zeit diese zu putzen.

Wenn der Kleiderschrank übersichtlich aufgeräumt ist, braucht es weniger Zeit, sich darin zu verlieren.

Es lebe der Minimalismus!

  • Kein Drama
  • Kein unbedingt haben müssen
  • Keine Kompensationen
  • Pures Sein (das grösste Geschenk)

Nein, ich werde nicht zur Extremistin! Ich sammle weiterhin schöne Augenblicke, unvergessliche Erlebnisse und ganz viele Ideen.